Sind Spamfilter für RSS-Reader notwendig?
Kürzlich war es soweit: Die erste Spam-Nachricht hatte den Weg in meinen RSS-Reader gefunden. Wie das? Ich habe von diversen Weblogs die Kommentare als RSS-Feed abonniert. Die Kommentarfunktion von Weblogs wird zunehmend von Spammern entdeckt, die auf diesem Weg den PageRank ihrer Website erhöhen und Besucher auf ihre Seiten lenken möchten. Und genau auf diesem Weg gelangen die Viagra- und Casino-Angebote in meinen RSS-Reader.
Das gleiche Problem tritt bei Foren auf, deren Beiträge als RSS-Feed abonniert werden können. Ich befürchte, dass Spam in Foren und Weblog-Kommentaren mit der zunehmenden Verbreitung von RSS-Readern weiter zunehmen wird - gelangen die Spammer auf diesem Weg doch in den noch weitgehend spamfreien RSS-Reader.
Was glauben Sie: Wird langfristig ein Spamfilter für RSS-Reader erforderlich? Mit welchen Ansätzen wird man Ihrer Meinung nach das Spam-Problem in Weblogs am ehesten in den Griff bekommen?
Nico Zorn, Pyromedia GmbH




Ich arbeite gerade an etwas derartigem:
http://feedisto.berlios.de/
Kommentiert von: beza1e1 | 21. Mai 05 at 23:11
Die Software die das kann gibt's schon - ist im Augenblick noch in der Blog-Software b2evolution integriert. Wäre also gar nicht so schwierig das Ganze dort rauszuholen und als Anwendung aufzusetzen...
Kommentiert von: Siegfried | 02. Mai 05 at 15:04
Das ist ein Aufruf an fähige Programmierer und Blogbetreiber:
Schafft alle zusammen eine Plattform a'la Furl etc. / integriert einen Button "Spam" in die Blogsoftware / sammelt alle Spameinträge weltweit / ladet die Filter täglich in die Blogs oder gleicht die Kommentare während des Eintragvorganges direkt mit der Plattform ab / JETZT!
Schließlich haben doch auch die Blogger aus der E-Mail Zeit gelernt. :-)
(Technisch versiertere dürfen das gerne weiterentwickeln.)
Kommentiert von: Michael Domsalla | 29. April 05 at 19:03
Ich denke, dass es in Zukunft (fast) keine elektronischen Medien (Weblogs, Boards, etc) mehr geben wird, die ohne eine Art Spam- und Virenscanner auskommen werden!
Kommentiert von: | 20. April 05 at 17:56
Was gern übersehen wird: Sicher kann ich einen werbeverseuchten RSS-Feed abbestellen oder filtern.
Aber was, wenn Fake-Blogs die Tickerdienste und Social-Bookmarking- & Tagging-Sites zumüllen?
Da aber nicht ganz unprominente Blogger ohnehin Google-Adsense unter ihre Postings pappen, erübrigst sich wohl eher die Diskussion -> 'Ik bin all hier'...
Kommentiert von: Oliver Gassner | 14. April 05 at 21:55
Wie immer hilft Peter Lustig: "Einfach abschalten."
Allerdings ist das im Rahmen eines Weblogs nicht wirklich sinnvoll, denn Kommentare sind elementarer Bestandteil. Am Beispiel von b2evolution kann man sehen, wie mächtig eine Community ist, die das Auftreten von Spammern sofort an eine zentrale Blacklist meldet, die allen anderen Usern zum Download (semi-automatisiert) zur Verfügung steht. Das beinhaltet natürlich die angesprochenen Keyword- , URL- und IP-Filter und funktioniert bisher noch sehr gut.
Doch wie auch bei eMail wird man denke ich mit einem gewissen Maß an Spam auskommen müssen. Es ist wohl auch eine Art Gewöhnungssache: mein Briefkasten quillt auch über, obwohl ein Zettel dranklemmt. Wichtiger wäre da, eMails so handeln zu können, dass selbst durch Spam- bzw. Virenmails definitiv kein Schaden am System entstehen kann. Damit wäre dem Teufel ein Stück des Schreckens genommen.
Kommentiert von: Falco Winschel | 13. April 05 at 21:36
Ich denke, dass man auf der Ebene der Blogs bereits ansetzen muss.
* Mit Filtern auf Link-URLs
* Mit Keyword-Filtern (nach Bayes, keien 'dummen' filter)
* Mit IP-Filtern (auf bekannte4 Spamquellen)
Siehe dazu (für den Fall wikis, die ja auch RSS-Feeds haben) mein Artikelchen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19600/1.html
Kommentiert von: Oliver Gassner | 13. April 05 at 17:16
Über kurz oder lang werden Spamfilter für RSS sicherlich nötig sein. Die Spammer nutzen jede Chance. Bei E-Mail hat es sicherlich deutlich länger gedauert bis man auf die Idee kam ungewollte Werbung zu verstreuen. Mittlerweile ist die Entwicklung so schnell, dass die Methoden, die derzeit in Weblogs angewandt werden IMHO nur der Anfang sind. Bisher kann man den Großteil wirklich beseitigen. Man sollte jedoch nicht warten bis es wirklich kritisch ist und die Spamflut von allen Seiten einbricht und man nicht mehr weiß, wo zuerst begonnen werden soll. Vielmehr sollte man bereits heute erste Entwicklungen in Richung Spamfilter anstellen, um die Spammer bereits im Keim zu ersticken. Für Hersteller eines RSS-Readers, der zusätzlich zu gut umgesetzten Grundfunktionen noch einen Spamfilter bietet, könnte das schon bald ein Vorteil sein.
Kommentiert von: Christoph Hörl | 13. April 05 at 14:18